Feuer und starke Rauchentwicklung führt zu Großeinsatz in Jesteburg

Am Freitagvormittag, den 14. November 2025, wurde die Freiwillige Feuerwehr Jesteburg um 11:13 Uhr zu einem Feuer in der Jesteburger Hauptstraße alarmiert. Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich die Meldung: Aus Fenstern im zweiten Obergeschoss des „Hotel Niedersachsen“, das aktuell als Flüchtlingsunterkunft des Landkreises Harburg genutzt wird, drang dichter Rauch.

Passanten und Betreuer berichteten, dass sich noch Personen im Gebäude befinden. Sofort leitete der Einsatzleiter die Menschenrettung ein. Nach der Erhöhung auf das Alarmstichwort F3Y wurden zusätzlich die Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehren Hanstedt und Klecken alarmiert, um weitere Atemschutztrupps und Löschwasserreserven sicherzustellen.
Ein Trupp der Feuerwehr Jesteburg drang unter Atemschutz über den linken Seiteneingang bis ins zweite Obergeschoss vor. Parallel wurde eine zweite Erkundung im Innenhof durchgeführt, wo ebenfalls starke Rauchentwicklung festgestellt wurde. Die Drehleiter der Feuerwehr Buchholz ging auf der Vorderseite in Stellung und rettete eine Person aus dem verrauchten Bereich.

Eine weitere Person konnte aus dem Innenhof gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden. Insgesamt wurden 16 Personen aus dem Gebäude evakuiert, eine Person wurde mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Das Feuer im zweiten Obergeschoss konnte durch mehrere Atemschutztrupps schnell lokalisiert und gelöscht werden. Anschließend erfolgten umfangreiche Nachlöscharbeiten und eine Kontrolle aller Wohnungen. Mit Hilfe eines Druckbelüfters wurde das Gebäude rauchfrei gemacht.

Neben der Feuerwehr Jesteburg waren die Feuerwehren Lüllau, Bendestorf, Buchholz, Hanstedt und Klecken im Einsatz. Insgesamt waren über 100 Einsatzkräfte vor Ort. Der Rettungsdienst war mit zahlreichen Fahrzeugen und Führungspersonal eingebunden.

Die Einsatzstelle wurde in mehrere Abschnitte gegliedert – Brandbekämpfung links und rechts des Gebäudes, Atemschutzlogistik und Rettungsdienstkoordination – um die komplexe Lage effizient abzuarbeiten. Die Koordination erfolgte über den Einsatzleitwagen der Samtgemeinde Jesteburg.

Vor Ort machten sich unter anderem die Erste Kreisrätin des Landkreises Harburg, Frau Tiedt, sowie die Samtgemeindebürgermeisterin, Frau von Ascheraden, ein Bild der Lage. Sie übernahmen gemeinsam mit dem Ordnungsamt und dem Landkreis die Betreuung und Unterbringung der Bewohner.

Nach rund zwei Stunden konnten die Einsatzkräfte abrücken. Das zweite Obergeschoss wurde durch die Polizei aufgrund der entstandenen Schäden versiegelt und ist derzeit unbewohnbar. Das Erd- und erste Obergeschoss können nach Freigabe wieder genutzt werden.

Dank des schnellen und professionellen Einsatzes aller beteiligten Feuerwehren und Rettungskräfte konnte Schlimmeres verhindert werden. Die Freiwillige Feuerwehr Jesteburg bedankt sich bei allen Unterstützern und Partnerorganisationen für die hervorragende Zusammenarbeit. (M.M.)