Wald- und Flächenbrand an der Waldklinik in Jesteburg

lbf. Ein Feuer auf dem Gelände der Waldklinik Rüsselkäfer fordert ein Großaufgebot der Feuerwehr mit Kräften aus dem Landkreis Harburg.

Rund 200 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei waren vor Ort. Während die Feuerwehr den Brand mit mehreren Schlauchleitungen und Waldbrandwerkzeugen unter hohem Personaleinsatz bekämpfte und die Polizei ihre Sicherungs- und Ermittlungsarbeit aufgenommen hatte, sicherten Kräfte des Rettungsdienstes des Landkreises Harburg die Einsatzkräfte bei sommerlich heißen Temperaturen ab.

Am Sonntagnachmittag, den 9. August gegen viertel vor drei wurden zunächst die Kräfte der Feuerwehren Jesteburg und Lüllau sowie der Einsatzleitwagen der Samtgemeinde Jesteburg aus Harmstorf zur Einsatzstelle alarmiert. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits Rauchschwaden am Himmel über dem betroffenen Waldstück sichtbar und Brandgeruch bis ins nahegelegene Bendestorf wahrnehmbar. Nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte breitete sich das Feuer durch Böen rasch in Richtung Wald aus. Unter der Leitung des Samtgemeindebrandmeister-Vertreters Lucas Ibing wurde die Alarmstufenerhöhung auf Feuer Wald 2 und schließlich Feuer Wald 3 vorgenommen. Im Zuge dessen wurden die Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehr Bendestorf, Buchholz, Klecken, Hanstedt und Nenndorf hinzualarmiert. Ebenfalls alarmiert waren die Feuerwehren aus Wistedt und Handeloh, die beiden Abrollbehälter Wasser (FF Neu Wulmstorf, FTZ und FF Lindhorst) sowie der Brandbekämpfungszug 1 der Kreisbereitschaft und der Abrollbehälter Atemschutz (FTZ und FF Hörsten). Durch die Bendestorfer Kräfte wurde eine Einsatzstellenhygienestation für die eingesetzten Kräfte eingerichtet. Zeitweise kreiste auch ein Polizeihubschrauber der Bundespolizei über der Einsatzstelle, der sich zufällig in der Nähe befand.

Die langwierigen und kräftezehrenden Lösch- und Nachlöscharbeiten zogen sich bis um Mitternacht hin. Eine letzte Kontrolle am Montagmorgen um 7 Uhr zeigte keine weiteren Glutnester. Zerstört wurden bei diesem Feuer rund 19.000 m² Wald- und Heidefläche. Die unmittelbar angrenzende Waldklinik und Wohnbebauung wurden erfolgreich vor den Flammen verteidigt. Es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung für Klinikpersonal, Patientinnen und Patienten. Insgesamt wurden vier Einsatzkräfte vom bereitgestellten Rettungsdienst wegen des Verdachtes auf Rauchgasintoxikation und Kreislaufproblemen behandelt.

Wie es zu dem Feuer kommen konnte, ist nun Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.